Festakt

Im Vertrauen auf die Zukunft

Nach zwei Jahren Bauzeit ist die Mainzer Synagoge eröffnet

08.09.2010 – von Danijel MajicDanijel Majic


»Ein besonderer und bedeutender Ort« sei an dieser Stelle entstanden, sagt Bundespräsident Wulff. »Einer, an dem Alt und Neu auf faszinierende Weise zusammenfinden.« Ausdrücklich lobt Wulff die Integrationsleistung, die von den jüdischen Gemeinden in den vergangenen zwei Jahrzehnten der Zuwanderung erbracht worden sei, und die zum Wiederaufleben des Judentums in Deutschland geführt hätten. Das zeige sich auch in Synagogenneubauten. »Ich bewundere die Entschlossenheit, trotz der Schrecken der Vergangenheit, ein solches Zeichen zu setzen«, so Wulff.

Hoffnung Auch für die Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch stellen neue Synagogen »ein selbstbewusstes Symbol« für die »Heimkehr des deutschen Judentums« dar. Sie erinnert daran, dass nach 1945 der Verbleib von Juden in Deutschland mehr als umstritten war. »In der jüdischen Welt war man sich einig, dass es ein wie auch immer geartetes Judentum in Deutschland nicht mehr geben kann«, sagt Knobloch. Doch das Vertrauen, dass die überlebenden und in Deutschland verbliebenen Juden in die damals neue Bundesrepublik gesetzt hätten, habe sich nun ausgezahlt. »Meine Hoffnung, dass jüdisches Leben in diesem einst gebrochenen Land möglich ist, hat sich als richtig erwiesen.«



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