Sommerfest

Manege frei

Im »Zirkus Sinai« zeigten die Kinder ihr Können – ohne Netz und doppelten Boden

29.07.2010 – von Miryam GümbelMiryam Gümbel


Viel Spaß hatten die Zuschauer anschließend bei der Clown-Schule der Klasse 3a. Die Schüler probten nach Herzenslust und die Leiterin hatte so ihre Schwierigkeiten, sie immer wieder zu Plichtaufgaben zu rufen. Da dauerte es dann auch einige Trillerpfeifen-Töne lang, bis die ganze Mannschaft schließlich der Größe nach aufgestellt war. »Rüssel nach rechts, Rüssel nach links« hieß dann das Kommando, als nochmals die Klassen 2a und 2b einen Elefantentanz aufs Parkett legten. Anschließend galoppierten 16 kleine Zebras aus der Klasse 1c durch die Manege. Die besonders gelungenen Masken begeisterten ebenso wie die Dressurnummer und das Publikum applaudierte im Takt, als die kleinen Stars über die Bühnentreppe wieder auf ihre Plätze im Saal trabten.

Äffchen Musikalische Erinnerungen an das Dschungelbuch ließen die Großen auch mitklatschen, als die Klasse 2c den Dschungeltanz aufführte. Äffchen hüpften munter über das Parkett, die Elefanten hatten diesmal kleinere Ohren und tanzten auf vier Beinen – vorne ein Kind aufrecht mit Maske, dahinter eines, das diesem gebückt um die Taille fasste. Dann wurde es stockdunkel im Raum. Nur die Umrisse der Tänzerin auf dem Bühnenbild und der Schriftzug Zirkus Sinai waren zu sehen. Jetzt wurde auch klar, warum die Kinder der Klasse 1b alle schwarz gekleidet in den Saal gekommen waren. Mit wechselnder Choreografie verleiteten wechselnde Formen zum Träumen, bis schließlich kurz der Schriftzug »Schule« zu lesen war.

Bewunderung und viel Applaus bekamen auch die beiden letzten Darbietungen. Die Klasse 3b bot eine Jongliernummer, in der zu chinesischen Klängen nicht nur Teller auf Stäben balanciert wurden, sondern sich die kleinen Akteure dazu auch noch auf den Boden legten und wieder aufstanden. Das Bravo aus dem Publikum war ihnen sicher. Das galt auch für die jungen Akrobaten der Klasse 4a, die atemberaubende Menschenpyramiden formten. Immer wieder neue Formationen erstaunten hier das Publikum. Wie beim echten Zirkus sammelten sich dann alle noch einmal auf der Bühne, bevor nach einer kurzen Ansprache von Präsidentin Charlotte Knobloch die gemeinsam gesungene Hatikwa das offizielle Programm beendete.



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