Medien
Der Aufpolierer
David Laxer will mit seinem Magazin »18« das Image Israels korrigieren
29.07.2010 – von Daniel Erk
Lebensgeschichte Dieser Wille zum Bruch mit dem israelischen Mythos stammt bei Laxer auch daher, dass er sich bei aller Identifikation mit dem Land eine gewisse Außenperspektive bewahrt hat. Und das liegt ganz unmittelbar an seiner eigenen Lebensgeschichte: Der heute 35-Jährige wurde in Toronto, Kanada, als Sohn rumänischstämmiger Juden geboren. Als 13-jähriger Junge kam er mit seinen Eltern nach Israel und wuchs in Haifa auf. Sein Medizinstudium in Kanada brach er ab, um bei einer großen Werbeagentur zu arbeiten, ehe er sich mit seiner eigenen selbständig machte. Aber trotz des Erfolgs, erzählt Laxer, sei seine Sehnsucht nach Israel geblieben.
Mit professionellem Ehrgeiz begann Laxer dann das Projekt »18« Er suchte Mitstreiter, Sponsoren und schrieb mit einem fünf Mitarbeiter starken Team die erste Ausgabe fast im Alleingang voll. Mit Erfolg: Die Anzahl der Mitwirkenden hat sich bereits verdoppelt und das Interesse an »18« ist immens – gerade eben hat das israelische Außenministerium zugesagt, einen Teil der Auflage aufzukaufen, um sie in israelischen Botschaften auszulegen.
Für die Leser von »18« mag der Name des Magazins wenig mehr als ein Seitenhieb auf jüdische Tradition und den Mythos Israels sein. Für David Laxer aber ist »18« nicht einfach das Leben, sondern für die kommenden Jahre sein Leben.
www.18m.co.il
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