Extremismus
»Ja, ich bin rechts«
Pro Deutschland stellt einen Bürgermeister
22.07.2010 – von Olaf Sundermeyer
Thüringens Innenminister Peter M. Huber (CDU) hat längst angekündigt, Pro Deutschland durch den Verfassungsschutz beobachten zu lassen, »wenn die Initiative in Thüringen Aktivitäten entfaltet«. Denn Köllmer will der Bewegung hier »zu mehr Geltung verhelfen«. Außerdem denkt der Wahlbeamte darüber nach, für Pro Deutschland bei den kommenden Bundestagswahlen zu kandidieren. Bis dahin will er Bürgermeister bleiben – mithilfe der CDU, die ihn seit Jahren mitträgt. »Für uns zählt nur die lokale Politik, was Köllmer darüber hinaus treibt, ist uns zunächst egal«, sagt ein CDU-Stadtratsmitglied.
provokation Die Landesgeschäftsführerin der CDU, Cornelia Geißler, schätzt die Situation in Arnstadt so ein, »dass Köllmer mit seiner Ankündigung nur provozieren wollte, es am Ende aber nicht in die Tat umsetzt«. Aus dem Umfeld des Bürgermeisters heißt es, dass er zunächst verfolgen wolle, ob sich Pro Deutschland tatsächlich zu einer erfolgreichen Initiative entwickle. Beim Bundesparteitag in Berlin kamen 80 Menschen zusammen – deutlich weniger als erwartet – und stritten über Geld.
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