Jerusalem
Hassliebe in der Hauptstadt
Die Einwohner klagen über schlechte Presse, Verkehrschaos und Massendemos
01.07.2010 – von Sabine Brandes
»Eine Katastrophe«, so Taweel, »wir verlieren all unsere Kunden, weil den Fahrgästen die Umwege zu lang sind und es ihnen zu teuer wird. Sie laufen lieber. Die Verantwortlichen sitzen in ihren Büros und schieben nur Papiere hin und her. Niemand denkt daran, wovon wir unsere Familien ernähren sollen.«
Politik Auch ihm gefällt nicht alles, doch US-Immigrant Jeff Fridmann ärgert sich über die ständige Negativpresse im Ausland. »Als ob andere Staaten keine Fehler in der Politik machen! Doch Israel wird stets abgeurteilt, ohne dass die Menschen wissen, was hier wirklich vor sich geht.« Fridmann rät allen, Jerusalem einen Besuch abzustatten, bevor sie ein Urteil abgeben. »Denn es ist und bleibt eine verdammt interessante und schöne Stadt.« Er kann sich nicht vorstellen, sie je wieder zu verlassen. »Ich habe hier, inmitten dieses wundervollen Durcheinanders, meine wahre Heimat gefunden.«
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