Solidarität
Heraus für Israel!
Kölner und Berliner zeigten am Wochenende Flagge
17.06.2010 – von Daniel Fallenstein
und Sven Töniges
Querfront In Berlin fanden sich bei Nieselregen am Samstag zuvor etwa 200 Demonstranten auf dem Rosa-Luxemburg-Platz ein, um »Gegen das Bündnis der Kriegstreiber von Linkspartei und Hamas« zu demonstrieren. Die Kundgebung in Sichtweite des Karl-Liebknecht-Hauses, der Linken-Zentrale, wurde hauptsächlich von »antideutschen« Gruppen getragen. In ihren Beiträgen stellten die Redner die Kollaboration von Linkspartei und Hamas in die Tradition der Querfront zwischen KPD und NSdAP in den 30er-Jahren.
Am Sonntag versammelten sich bei deutlich besserem Wetter etwa 400 Menschen auf dem Breitscheidplatz, um gegen die einseitige Bewertung der israelischen Operation gegen die Gaza-Flottille in Medien und Politik zu protestieren. Unterstützt wurde die Kundgebung vom »Koordinierungsrat deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus«, dem »Forum Atid-Zukunft« und dem »Mideast Freedom Forum Berlin«.
Schiff Unter den Rednern waren auch TV-Moderatorin Melody Sucharewicz und der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer. Avi Efroni, einer der Initiatoren, sagte: »Ich bin sehr zufrieden mit den Rednern, mit dem Publikum. Aber natürlich habe ich gehofft, dass mehr Leute kommen.«
Hundert Meter entfernt kam es zu einer Gegenkundgebung. Anwesend waren etwa 15 Personen, unter anderem von »Mütter gegen den Krieg« und der »Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost«. Man wolle zeigen, dass nicht alle Juden »blind diese verfahrene, verbrecherische israelische Politik« unterstützten, erklärte Ruth Fruchtmann von der »Jüdischen Stimme«. Man wolle demnächst, so Fruchtmann, ein »jüdisches Schiff« entsenden, um die Gaza-Blockade zu durchbrechen.
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