Catering
Auf höchstem Niveau
Koschere Küche für Staatsbankette und Familienfeiern
04.02.2010 – von Detlef David Kauschke
Auch aus solchen und anderen praktischen Erwägungen sei es bislang recht schwierig gewesen, in Hotels oder den unterschiedlichsten Veranstaltungsorten koscheres Essen anzubieten«, erzählt Raneburger. Da wurde bisweilen eine Küchenmannschaft mit kompletter Ausstattung aus Israel eingeflogen. Und das wirkte sich natürlich auf den Preis aus. »Auch von den Hotels weiß ich, dass sie es nicht gerne gemacht haben. Denn es ist für sie ein großer Aufwand, eigens eine koschere Küche mit allem Drum und Dran bereitzuhalten.« Jetzt biete das Catering-Angebot ganz neue Möglichkeiten.
Eine davon ist die, mit einem alten Vorurteil aufzuräumen: »Ich hörte häufig, dass koscher nicht schmeckt. Jüdische Küche wird oft mit Hausmannskost gleichgesetzt«, so Raneburger. Aber dies sei ganz und gar nicht richtig. »Wir treten den Beweis an, dass koschere Küche auch ein kulinarisches Erlebnis sein kann.«
Nachfrage Den Markt dafür gebe es, meinen die Beteiligten. Erste Buchungen seien schon getätigt, mehrere Hochzeiten und andere Veranstaltungen bereits angefragt. Die jüdische Gemeinde in Berlin sei auch entsprechend groß, internationale und israelische Gäste gebe es ebenfalls genügend. »Berlin ist nicht nur Hauptstadt, sondern immer mehr eine Metropole jüdischen Lebens«, sagt Rabbiner Ehrenberg. Wer bislang mangels Angebot auf koschere Speisen bei besonderen Anlässen verzichtete, habe nun »keine Ausrede mehr«, lacht er. Und das gelte für eine Barmizwa-Feier genauso wie für den nächsten israelischen Staatsbesuch.
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