Frankfurt/Main
Zwölf Punkte für Amichai
Das Jugendzentrum möchte erstmals die Jewrovision gewinnen
21.01.2010 – von Danijel Majic
Zu den Tänzern gehört auch Jonathan, der von sich behauptet, im normalen Leben eher ein »PC-Held« zu sein und einen großen Teil des Tages vor dem Bildschirm zu verbringen. Man merkt es dem 16-Jährigen nicht an. Auf Kommando springt er blitzschnell in die Ausgangsposition, spannt die Muskeln an und spult die Teile des Auftritts so flüssig runter, als hätte er die ganze Woche im Spiegelsaal verbracht. Sich ins Zeug zu legen, ist für ihn eine »Ehrensache«, wie auch für den Rest der Truppe. »Schließlich präsentiert man auf der Bühne seine Stadt.«
Zuversicht »Das wird was«, gibt sich Tanzlehrer Mendez-Leroy zuversichtlich. Im Probenraum nebenan ist die Stimmung unterdessen etwas gedämpfter. »Wir proben und erreichen nichts«, platzt es aus Bandmitglied Leon heraus. Ein gewisses Maß an Understatement schwingt in seinen Worten mit. Tatsache aber ist, dass bei aller Euphorie, allem Engagement, die Frustrationsgrenze in den letzten Wochen gesunken ist. »Das ist eine schwierige Balance, die wir hier halten müssen«, betont Jugendleiter Tarchis. Denn bei aller Verbissenheit soll der Spaß nicht zu kurz kommen. Ein Monat bleibt den Jugendlichen noch. Das Publikum, unter dessen Augen die Proben ablaufen, ist derweil schon siegesgewiss. »Frankfurt – 12 Punkte«, schallt es durch den Spiegelsaal.
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