Fussball

Kicken gegen Antisemitismus

Türkiyemspor Berlin gewinnt beim Freundschaftsspiel gegen TuS Makkabi mit 7:1

08.02.2016 – von Frederik SchindlerFrederik Schindler

Auf facebook teilen Auf twitter teilen Auf google+ teilen per E-Mail schicken

Erst seit einem halben Jahr existiert die dritte Herrenmannschaft des jüdischen Fußballvereins TuS Makkabi Berlin. Dennoch wurde sie in der laufenden Saison des untersten Spielbetriebs schon zwei Mal Opfer von antisemitischen Übergriffen.

Ende August letzten Jahres wurde das Team von aggressiven Spielern des BFC Meteor 06 während eines Matches körperlich angegriffen und antisemitisch beleidigt, im Oktober war es massiven Bedrohungen durch die Spieler des 1. FC Neukölln ausgesetzt.

solidarität Grund genug für das Freizeitteam des Vereins Türkiyemspor Berlin, als Zeichen der Solidarität ein Freundschaftsspiel gegen Antisemitismus zu organisieren. »Die Häufigkeit dieser Vorfälle zeigt eine dramatische Bedrohungslage für die TuS Makkabi-Spieler. Diese zunehmende Intensität von Übergriffen wollen wir nicht hinnehmen. Mit unserem Spiel wollen wir uns der Judenfeindlichkeit im Berliner Amateurfußball und in der gesamten Gesellschaft entgegenstellen«, berichtet Türkiyemspor-Spieler Philipp Bruckmann der Jüdischen Allgemeinen.

Er fordert, das Problem des Antisemitismus klar zu benennen: »Solche Vorfälle werden leider oftmals als normale Auseinandersetzungen auf dem Fußballplatz bagatellisiert.« Von gegnerischen Mannschaften in der gleichen Spielklasse erhielt das Makkabi-Team nach den antisemitischen Vorfällen keinerlei Reaktionen, wie der sportliche Leiter des Vereins, Claudio Offenberg, feststellt.

einzelkämpfer Solidaritätsbekundungen seien sehr selten, vielmehr stünden die anderen Vereine dem Problem gleichgültig und ignorant gegenüber. Hinzu kämen teilweise herabsetzende Sprüche oder Vorwürfe der Mitschuld an diskriminierenden Ereignissen. »Das sind allerdings die Erfahrungen, die wir schon immer gemacht haben. Letztendlich stehen wir als Einzelkämpfer da«, so Offenberg.

Grund zur Niedergeschlagenheit gab es am Sonntagnachmittag immerhin nur aus sportlichen Gründen: Das veranstaltende Türkiyemspor-Team gewann auf dem Platz der Julius-Hirsch-Sportanlage der Makkabäer mit 7:1.

Auf facebook teilen Auf twitter teilen Auf google+ teilen per E-Mail schicken

Fotostrecken

Unser Blog aus Israel

Anzeige

BDS

BDS-Bewegung – zum Dossier

Boycott Divestment Sanctions

Zum Dossier

Wahlen USA

Amerika im Wahlfieber – zum Dossier

8. November 2016

Zum Dossier

Wieso Weshalb Warum

Religiöse Bräuche und Begriffe

mehr…

Sprachgeschichte(n)

Über die Herkunft gängiger Wörter wie Pleite, Knast und Polente

mehr…

Anzeige

Gottesdienste

Gottesdienste in den Jüdischen Gemeinden

Glossar

Glossar

Gemeinden

Juedische Gemeinden

Service

Service

Wetter

Wetter - Frühling
Berlin
24°C
gewitter
Frankfurt
20°C
wolkig
Tel Aviv
28°C
heiter
New York
21°C
wolkig
Zitat der Woche
»Wenn ich alleine und jünger wäre, würde ich diesen historischen
Fehler korrigieren.«
Polens Ex-Präsident Lech Walesa bedauert, nicht jüdisch zu sein.