Meinung

Israel muss sich wehren

Dieter Graumann fordert mehr Empathie und Verständnis für den jüdischen Staat

09.07.2014 – von Dieter GraumannDieter Graumann

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In den vergangenen dreieinhalb Wochen wurde Israel von einem dauerhaften Raketenbeschuss durch die Hamas und ihre Gleichgesinnten heimgesucht. Hunderte von Raketen wurden auf israelisches Wohngebiet abgefeuert. Dreieinhalb Millionen Menschen leben in Reichweite dieser Raketen und haben lediglich wenige Sekunden Zeit, sich und ihre Kinder bei einem Alarm in Sicherheit zu bringen.

Die Terroristen aus dem Gazastreifen machen übrigens auch keinen Unterschied zwischen militärischen und zivilen Zielen, zwischen Israelis oder deutschen Urlaubern, die auf einem Kreuzfahrtschiff im Hafen Aschdods verweilen. Nun sind zudem mehrfach auf Tel Aviv und Jerusalem Raketen abgefeuert worden.

Leider gibt es auch in Israel Extremisten, deren verwerfliche Tat wir beschämt zur Kenntnis nehmen mussten. Der Unterschied ist aber: In Gaza sind die Extremisten an der Macht, die nun sogar an der neuen palästinensischen Einheitsregierung direkt beteiligt sind, während sie die Menschrechte ihrer eigenen Bevölkerung mit Füßen treten. Israel verhaftet Verbrecher rasch, während die Hamas ihre mörderischen Terroristen lauthals feiert.

bunker Während in Israel nun Millionen von Menschen immer wieder in die Bunker eilen müssen, frage ich mich: Wo bleiben die internationalen Verurteilungen gegen diesen unsäglichen Raketenbeschuss auf israelische Zivilisten? Wo bleibt der öffentliche Druck auf die so gepriesene neue Einheitsregierung, die der durch und durch terroristischen Hamas bisher offenbar doch nur Aufwind verschafft hat? Warum empört sich die muslimische Welt nicht gegen den Raketenbeschuss auf eine ihrer heiligsten Städte? Israel muss sich wehren. Welcher Staat würde und kann es denn akzeptieren, dass seine Bevölkerung einem ständigen Raketenhagel ausgesetzt wird?

Mehr Verständnis und Empathie für Israel wünsche ich mir in dieser besonderen Lage. Und zeigen sollten wir alle, Politik und Zivilgesellschaft, dass die Menschen in Israel nicht alleine sind und wir ihnen in diesen schweren Stunden solidarisch zur Seite stehen.

Der Autor ist Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

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