Berlin

Das Bumerang-Prinzip

Der »Tag des Lernens für die Hohen Feiertage« in der Synagoge Beth Zion

Aktualisiert am 28.08.2013, 12:48 – von Philipp Peyman EngelPhilipp Peyman Engel


Zwi Hirsch ist konzentriert. Aufmerksam folgt der 33-jährige Berliner dem Schiur von Rabbiner Joseph Pardess. »So wie man in den Wald hineinruft, so hallt es heraus!«, heißt der Vortrag des Wiener Rabbiners. Jeder Mensch habe sein Glück selbst in der Hand, führt Pardess aus. »Einem Menschen, der immer Lashon hara spricht, widerfährt nicht viel Gutes.« Andersherum gelte aber auch: »Tun wir Gutes, bekommen wir viel Gutes zurück.«

Es folgen Ausführungen über das »Bumerang-Prinzip«, König David und Raschi. Währenddessen nickt Zwi Hirsch immer wieder zustimmend und macht sich Notizen. Die Essenz des rabbinischen Vortrags lasse sich in einen Satz ausdrücken, befindet er nach dem Ende des Schiurs: Gerade in der Zeit der Selbstüberprüfung vor den Hohen Feiertagen müsse man sich fragen, ob man seine Mitmenschen immer gerecht behandelt. »Kann man diese Frage mit Ja beantworten, ist man ein reicher Mensch.«

Schiurim Wie Zwi Hirsch haben am Sonntag rund 100 Teilnehmer den »Tag des Lernens für die Hohen Feiertage« in der Synagoge Beth Zion in Berlin-Mitte besucht. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Synagogen-Gemeinde Kahal Adass Jisroel. Die insgesamt neun Schiurim befassten sich mit Themen wie »Dankbarkeit in der Ehe« und »Jüdische Ethik«. Es sprachen unter anderem der Berliner Gemeinderabbiner Yitshak Ehrenberg, Rabbiner Joshua Spinner und Rabbiner Moshe Halpern.

»Wir wollen die Besucher mit den Schiurim auf Rosch Haschana und Jom Kippur vorbereiten«, erklärt Rabbiner Daniel Fabian, Vorstandsmitglied von Kahal Adass Jisroel. »Uns ist wichtig, dass hier von Jung bis Alt alle teilnehmen und sich schon einmal auf die Feiertage einstimmen können.«

Sichtlich zufrieden ob der Resonanz des Lerntags ist Doron Rubin. Der Vorsitzende von Kahal Adass Jisroel hat den Eindruck, dass die Teilnehmer viel aus den Schiurim mitgenommen haben. »An Jom Kippur richtet G’tt bekanntlich über uns«, erklärt Rubin. »Wenn wir G’tt mit dem Lernen der Tora gütig stimmen konnten, haben wir heute viel erreicht.«

Lesen Sie mehr in der kommenden Print-Ausgabe.


Fotostrecken

Unser Blog aus Israel

Krise in Nahost

Krise in Nahost: Israel unter Beschuss

Israel unter Beschuss

Zum Dossier

#EyalGiladNaftali

Trauer um Gilad, Naftali und Eyal

Israel trauert

Zum Dossier

Wieso Weshalb Warum

Religiöse Bräuche und Begriffe

mehr…

Rückblende

Die Geschichte der Juden in Deutschland nach der Schoa

mehr…

Sprachgeschichte(n)

Über die Herkunft gängiger Wörter wie Pleite, Knast und Polente

mehr…

Gottesdienste

Gottesdienste in den Jüdischen Gemeinden

Glossar

Glossar

Gemeinden

Juedische Gemeinden

Service

Service

Social Media

Wetter

Wetter - Sommer
Berlin
27°C
wolkig
Frankfurt
28°C
wolkig
Tel Aviv
32°C
heiter
New York
23°C
gewitter
Zitat der Woche
»Entweder bin ich psychisch krank oder jüdisch. Wo da der Unterschied ist, weiß ich nicht.«
Roseanne Barr, amerikanische Schauspielerin