Berlin

Hetze gegen Israel

Etwa 800 Teilnehmer protestierten auf der »Al-Quds«-Demo

Aktualisiert am 04.08.2013, 13:33 – von Jan TölvaJan Tölva

Auf facebook teilen Auf twitter teilen Auf google+ teilen per E-Mail schicken

Flaggen der Hamas, der Hisbollah, des Iran, des syrischen Assad-Regimes und dazu Parolen aus den Lautsprechern, die skandieren, nicht Hisbollah sei terroristisch, sondern »die Zionisten«. Das war das Bild, das sich am Samstagnachmittag auf der sogenannten Al-Quds-Demonstration auf dem Berliner Kurfürstendamm bot. Etwa 800 Teilnehmer – darunter etliche aus westdeutschen Städten Zugereiste – waren zu der Kundgebung gekommen. Selbst drei Vertreter der ultraorthodoxen Neturei-Karta-Sekte waren mit dabei.

Das Bündnis »No Al-Quds-Tag« hatte zu einer Gegendemonstration aufgerufen, an der etwa 250 Menschen teilnahmen. In Sichtweite des Auftaktortes der »Al-Quds«-Demo und auf Höhe der Zwischenkundgebung protestierte unter anderem das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus unter dem Motto »Kein Al Quds-Tag 2013 in Berlin! Gemeinsam gegen Antisemitismus«.

Handgreiflichkeiten Der Polizei gelang es teilweise nur schwer, die Gruppen voneinander fernzuhalten. Immer wieder tauchten kleinere oder größere Gruppen mit Israelfahnen und Transparenten auf und riefen Parolen gegen die Hamas, das iranische Regime und gegen Antisemitismus. Die Ordner hatten alle Hände voll zu tun, die wutentbrannten »Al-Quds«-Demonstranten zurückzuhalten, die offenbar gewillt waren, auf die »Zionisten« und »Antideutschen« loszugehen. Dennoch sei es zu Körperverletzungen gekommen, sagt die Polizei.

Veranstalter der »Al-Quds« Demonstration war die »Quds AG« um Hauptredner Jürgen Grassmann, der in der nahe gelegenen Kaiser-Friedrich-Straße eine Ikonengalerie betreibt. Immer wieder riefen er und andere Redner die Demonstranten dazu auf, friedlich zu bleiben. Von der Polizei verbotene Parolen wie »Israel – Kindermörder« wurden in »Zionisten – Kindermörder« umgewandelt.

Verschwörungstheorie Kaum ein antisemitisches Klischee, das nicht mindestens einmal von einem der Redner bedient wird. Israel töte Kinder in aller Welt, hieß es da, und Zionisten seien »das Krebsgeschwür der Menschheit«, die Banken und die Presse hätten sie in der Hand, und hinter den Kulissen hätten sie ohnehin die Macht.

Unter den Rednern waren in diesem Jahr auch Bilal Uwe Wilbert, der Vorsitzende der Kleinstpartei Muslimisch Demokratische Union (MDU), und Christoph Hörstel, der Vorsitzende der Minipartei Neue Mitte, die ironischerweise in ihrem Programm die Ausweisung »krimineller Migranten« fordert. Hörstel bezeichnete Israel in seiner Rede als »Unrechtsstaat«.


Auf facebook teilen Auf twitter teilen Auf google+ teilen per E-Mail schicken

Fotostrecken

Unser Blog aus Israel

Rosch Haschana 5778

Rosch Haschana 5778

Schana Towa!

Zum Dossier

BDS

BDS-Bewegung – zum Dossier

Boycott Divestment Sanctions

Zum Dossier

Wieso Weshalb Warum

Religiöse Bräuche und Begriffe

mehr…

Sprachgeschichte(n)

Über die Herkunft gängiger Wörter wie Pleite, Knast und Polente

mehr…

Anzeige

Gottesdienste

Gottesdienste in den Jüdischen Gemeinden

Glossar

Glossar

Gemeinden

Juedische Gemeinden

Service

Service

Wetter

Wetter - Herbst
Berlin
16°C
wolkig
Frankfurt
14°C
wolkig
Tel Aviv
29°C
heiter
New York
21°C
wolkig
Zitat der Woche
»Wir werden kein zweites Israel dulden.«
Der irakische Vizepräsident Nuri al-Maliki vor dem kurdischen
Unabhängigkeitsreferendum im Nordirak Ende September